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Mitte der 90er Jahre führten die SBB zusammen mit der Migros versuchsweise das KombiRail-System ein. Die Idee war, den Transport von Sattelaufliegern von der Strasse auf die Schiene umzulagern, jedoch den Aufwand an Umschlagszeit und Infrastruktur möglichst gering zu halten

Mit dem Prinzip KombiRail war dies wie folgt möglich: Anstatt die Auflieger mittels kräftigen Kranen von der Strasse auf entsprechende Tragwagen zu laden wurden die Auflieger mit 2 weiteren Königsbolzen (Front und Heck) ausgerüstet. Auf dafür vorgesehenen Drehgestellen wurden speziell entwickelte Aufliegerkupplungen angebracht, damit Front- und Heck-Bolzen des Aufliegers wie beim Lastwagen angekuppelt werden konnte. Für die genügende Bodenfreiheit half es, dass bei den Aufliegern dank Luftfederung die Räder angehoben werden konnten.

Mehrere solcher KombiRail-Einheiten (jeweils am Anfang und am Ende mit Kupplungs- und Puffereinrichtung für den Normalverkehr im Zug) wurden in Güterzügen auf den Strecken von Härkingen nach St. Gallen, Genf und Bellinzona eingestellt.

Das Konzept KombiRail hatte aber die grossen Nachteile, dass der Rangieraufwand den betrieblichen Ablauf sehr einschränkte. Die KombiRails unterlagen einem strikten Verbot des Rangieren via Ablaufberg (die Chassis der Sattelauflieger waren den Kräften des Rangierens nicht gewachsen). Auch ein Abstossen war verboten.

So wurde nach einer mehrjährigen Testphase das Konzept KombiRail wieder ausser Betrieb genommen.

 

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